Soja ist wahrscheinlich eines der umstrittensten Lebensmittel heutzutage und ein Nahrungsmittel, das teilweise sogar polarisiert. Viele meinen, es sei gesund und eine gute Alternative zu Fleisch. Andere hingegen meinen, dass Soja Lebensräume zerstört und gesundheitsschädliche Hormone enthält. Im Zusammenhang mit Soja findet man auch viele Beiträge, in denen von der „Sojalüge“ und von gesundheitsschädlichen Folgen von Soja berichtet wird.

In diesem Blogpost möchten wir euch genauer erklären, was Soja ist und auf die gesundheitlichen Aspekte eingehen. Außerdem möchten wir euch vier verschiedene Gründe nennen, warum wir bei Verival kein Soja in unseren Frühstücksprodukten verwenden.


Was genau ist Soja?

Die Sojabohne, die kurz oft Soja genannt wird, hat ihren Ursprung in Asien. Soja ist bereits seit etwa 3050 v. Chr. in Japan und seit 1550 v. Chr. in Korea und China als Nahrungspflanze bekannt. Gemeinsam mit Linsen, Erbsen und Bohnen gehört die Sojabohne zu den Hülsenfrüchten.

Generell enthalten Sojabohnen viele Ballaststoffe sowie diverse Vitamine wie etwa Vitamin E, B-Vitamine, Kalzium, Magnesium, Eisen und Folsäure. Außerdem zeichnet sich die Sojabohne durch einen hohen Proteingehalt aus und ist daher besonders beliebt bei Vegetariern und Veganern. Damit die Sojabohne verzehrt werden kann, muss sie gekocht oder anderwärtig weiterverarbeitet werden.

Die lange Geschichte des Sojaanbaus

Erstmalig wurde Soja als Nahrungsmittel in der Chou Dynastie (1134-246 v. Chr.) genutzt. Jedoch wurde Soja damals nur in den fermentierten Formen Tempeh, Natto und Tamari verzehrt. Damals zählte die Sojabohne gemeinsam mit Gerste, Weizen, Hirse und Reis zu den heiligen Körnern.

Erst Anfang des 18. Jahrhunderts kam die Sojapflanze zu uns nach Europa. Jedoch gelang es erst Ende des 19. Jahrhunderts in Europa Soja als Ackerfrucht anzubauen. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es dann großflächig in den USA angebaut.

Welche Sojaprodukte gibt es?

Eine kurze Übersicht über die verschiedenen Sojaprodukte:

  • Gegarte Sojabohnen
  • Sojaprodukte wie Sojamilch und Sojajoghurt
  • Edamame
  • Sojamehl
  • Sojaproteine
  • Sojasauce
  • Sojaöl
  • Tofu
  • Tempeh
  • Miso (Sojabohnenpaste)

Ist Soja gesund?

Soja ist ein Nahrungsmittel, bei dem sich die Meinungen der Gesundheitsbranche spalten. Manche Studien bestätigen die gesundheitlichen Vorteile und andere Studien hingegen widerlegen sie. Bei Soja handelt es sich um eine Hülsenfrucht und daher enthält sie wie alle anderen Hülsenfrüchte auch natürliche Giftstoffe. Das Problem bei Soja ist jedoch, dass diese Giftstoffe in einer hohen Konzentration enthalten sind.

Zum Beispiel enthält es auch eine wesentlich höhere Dosis an Phytinsäure und bindet daher Mineralien wie beispielsweise Zink, Kalzium, Eisen und Magnesium. Das bewirkt, dass unser Körper die verschiedenen Mineralien schwerer aufnehmen kann und in Folge auch schwieriger verwerten kann. Der Gehalt an Phytinsäure und anderen Giftstoffen kann durch das Fermentieren, Einweichen und Keimen reduziert werden. Daher enthalten Sojaprodukte wie Miso oder Tempeh einen geringen Anteil an Giftstoffen.

Außerdem können die enthaltenen Phytoöstrogene das Risiko für Brustkrebs erhöhen, wie diverse Studien bestätigen. Auch auf die Schilddrüsen kann Soja diverse Auswirkungen haben. Soja enthält Isoflavone und diese können auch die Schilddrüsenfunktion beeinflussen. Daher sollten Menschen mit einer bestehenden Schilddrüsenerkrankung ihren Sojakonsum so gering wie möglich halten. Wie aber auch bei jedem anderen Lebensmittel kann man das Sprichwort „Die Menge macht das Gift“ anwenden.

Soja als Tierfutter

Da man heute im Supermarkt immer mehr Sojaprodukte vorfindet, könnte man meinen, dass ein Großteil des produzierten Soja in unseren Regalen und auf unseren Tellern landet. Jedoch wird der weitaus größte Anteil, nämlich in etwa 80%, als eiweißreiches Futtermittel für die industrielle Tiermast verwendet.

Soja als Futtermittel ist besonders günstig und ist daher besonders beliebt, um Tiere zu füttern. Besonders solches, das importiert wurde, ist dabei besonders problematisch, da es sich in etwa bei 90% der Sojapflanzen weltweit um gentechnisch veränderte Pflanzen handelt.

4 verschiedene Gründe, warum unsere Verival Frühstücksprodukte kein Soja enthalten

1. Weitverbreitete Sojaallergie

In der Ernährungswissenschaft sind Soja und Sojaprodukte ein bekanntes Allergen und die Anzahl an Sojaunverträglichkeiten nimmt auch laufend zu. Daher müssen Produkte, die dieses enthalten, laut Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (Allergenverordnung) auch gekennzeichnet werden.

Damit auch unsere Frühstücksfreunde mit einer Sojaunverträglichkeit unsere Produkte ohne Probleme genießen können, sind unsere Müslis, Crunchys und Porridges der Rezeptur nach frei von Soja*.

2. Enthaltene Hormone in Soja

Neue Studien bestätigen, dass ein übermäßiger Konsum von Soja das Hormonsystem unseres Körpers maßgeblich beeinflussen kann. Außerdem kann der Verzehr der Frucht das Risiko für Brustkrebs und Alzheimer anheben. Bei einer Schilddrüsenerkrankung wird außerdem geraten, auf den täglichen Verzehr von Soja zu verzichten, da die enthaltenen Isoflavone in Soja die Aufnahme künstlicher Schilddrüsenhormone hemmen können.

Für uns ist daher die Debatte um die enthaltenen Hormone in Soja ein wichtiger Grund, warum unsere Frühstücksprodukte keine Sojaerzeugnisse enthalten.

3. Problematischer Anbau von Soja

Für den Anbau von Soja werden in den Hauptanbaugebieten wie Brasilien und Argentinien Millionen an Hektar Regenwald gerodelt und oft Monokulturen geschaffen, die dem Boden die Nährstoffe entziehen und den Boden unfruchtbar machen können.

Außerdem begünstigen Monokulturen Pilze, Bakterien und Viren. In Monokulturen verbreiten sich diese Schädlinge und Krankheitserreger besonders schnell und einfach, wodurch künstliche Düngemittel sowie Pestizide vermehrt zum Einsatz kommen. Soja kann zwar auch in unseren Breitenkreisen in Europa angebaut werden und könnte daher regional bezogen werden, jedoch sind für uns die enthaltenen Hormone in Soja ein Hauptargument gegen den Einsatz von Soja.

4. Geschmack von Soja

Auch geschmacklich sind Soja und verschiedene Sojaerzeugnisse sehr umstritten. Manche mögen den Geschmack von Sojaprodukten. Andere hingegen sind nicht besonders begeistert von dem eigenen Geschmack des Nahrungsmittels. Da Geschmäcker bekanntlich ziemlich unterschiedlich sein können, verzichten wir auf den Einsatz von Soja in unseren Produkten, damit all unsere Frühstücksfreunde unsere Produkte genießen können.


Frühstück ohne Soja von Verival

Unsere Verival Frühstücksprodukte sind der Rezeptur nach sojafrei*. Unsere Produktmanagerin Alexandra Mentil fasst unsere Gründe, warum Verival Produkte kein Soja enthalten abschließend nochmal kurz für dich zusammen: „Bei den Verival Frühstücksprodukten und Sportprodukten haben wir uns gegen den Einsatz von Soja entschieden, da das Thema Soja eher ein widersprüchliches ist. Letztlich macht aber natürlich immer die Menge das Gift. Auch wenn Soja hohe Proteinwerte hat, sowie ein gutes Aminosäurenprofil aufweist und auch als europäisches Soja verfügbar ist, setzen wir von Verival in unseren Sportprodukten auf mehrere verschiedene pflanzliche Proteine, in der Kombination von Kürbiskernprotein, Sonnenblumenkernprotein, Cashews, Mandeln, Haselnüsse, Hanfsamen, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne. Der Proteingehalt ist vergleichsweise insgesamt etwas niedriger, aber absolut ausreichend und die Zusammenstellungen dieser pflanzlichen Proteine in unseren Sportprodukten ergeben gesamt tolle Aminosäurenprofile.“


Unser Fazit zum Thema Soja

Aufgrund der unterschiedlichen Meinungen in der Gesundheitsbranche, der Sojaallergie, dem eigenen Geschmack von Soja und den enthaltenen Hormonen haben wir uns bewusst dazu entschieden, dieses Nahrungsmittel nicht in unseren Verival Frühstücksprodukten zu verwenden. Somit kannst du auch mit einer Sojaallergie all unsere Frühstücksprodukte sowie unsere Produkte der Sport Range ganz ohne Soja genießen.



* « Ausgenommen das Produkt Schokomax. Aus produktionstechnischen Gründen können auch andere Produkte Spuren von Soja enthalten.“